Blues, Witz und bayerische Seele

vom 01.03.2026

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Blues, Witz und bayerische Seele

Stephan Zinner

begeistert über 200 Gäste

Ein Abend zwischen Mississippi-Delta und Maisfeld, zwischen tiefem Blues und herrlich schrägem Kabarett: Stephan Zinner war am vergangenen Samstag zu Gast und bescherte über 200 Besucherinnen und Besuchern einen rundum gelungenen Abend.

Mit seinem Programm „Der Teufel, das Mädchen, der Blues und Ich“ zeigte Zinner eindrucksvoll, wie gut Musik und Humor zusammenpassen. Mal mit rauer Stimme an der Gitarre, mal mit feinem Gespür für absurde Alltagsbeobachtungen nahm er das Publikum mit auf eine Reise in seine ganz eigene Welt – eine Welt, in der der Teufel nicht an der Kreuzung wartet, sondern in der Sparkasse am Eck sitzt, und in der statt Bourbon auch mal ein Rüscherl gereicht wird.

Zinner versteht es, Geschichten zu erzählen, die gleichzeitig urkomisch und erstaunlich nahbar sind. Seine Figuren, Gedanken und kleinen Katastrophen des Alltags trafen mitten ins Herz – und vor allem ins Zwerchfell. Immer wieder brandete lautes Gelächter auf, nur um kurz darauf einem musikalischen Moment mit echtem Blues-Feeling Platz zu machen.

Unterstützt wurde er von Peter Pichler, der den Abend musikalisch bereicherte und dem Programm zusätzliche Tiefe verlieh. Gemeinsam schufen sie eine Atmosphäre, die mal nachdenklich, mal ausgelassen und durchweg authentisch war.

Am Ende stand ein begeistertes Publikum, das einen Künstler erlebte, der Humor, Musik und bayerische Lebensart auf unverwechselbare Weise verbindet. Ein Abend, der noch lange nachklingt – und der einmal mehr gezeigt hat, wie vielseitig ein Bühnenprogramm sein kann.

Fotos: Patrick Findeiß

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