Drei Fußballwelten an einem Tisch

vom 15.10.2026

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Drei Fußballwelten an einem Tisch

Vom Amateurplatz bis zum Profifußball

ein spannender Talkabend

Vom heimischen Sportplatz bis zum FC Bayern München: Bei der zweiten Ausgabe von „zamg’hockt – Der Talk im Schützenhaus“ wurde deutlich, wie viele Geschichten, Erfahrungen und Emotionen hinter dem Fußball stecken. Mehr als 60 Besucher erlebten einen ebenso unterhaltsamen wie interessanten Abend mit drei Gästen, die den Sport aus ganz unterschiedlichen Perspektiven kennen.

Fußball ist weit mehr als Tore, Tabellen und 90 Minuten auf dem Spielfeld. Er bringt Menschen zusammen, schafft Freundschaften, prägt Lebenswege und lebt vor allem von denen, die sich mit Leidenschaft für ihren Sport einsetzen. Genau das zeigte sich bei der zweiten Ausgabe von „zamg’hockt – Der Talk im Schützenhaus“, zu der Moderator Dr. Adrian Roßner mit Henrik Schödel, Andreas Vogler und Sebastian Bösel drei spannende Persönlichkeiten auf der Bühne des Schützenhauses begrüßte.

Dabei hätte die Runde kaum unterschiedlicher sein können. Mit Sebastian Bösel nahm ein ehemaliger Fußballprofi Platz, dessen Weg vom oberfränkischen Marktleuthen bis zum FC Bayern München führte. Dort durfte er sogar mit der Profimannschaft unter Trainer Pep Guardiola trainieren. Besonders lebendig wurde es, als Bösel von seinen ersten Schritten im Herrenfußball, seiner Entdeckung durch Mehmet Scholl und seinen Begegnungen mit bekannten Fußballgrößen erzählte. Auch seine späteren Stationen in der 3. Liga und die Erfahrungen aus seiner Profikarriere boten spannende Einblicke in eine Welt, die viele Fußballbegeisterte sonst nur aus dem Fernsehen kennen.

Mit Henrik Schödel war ein echter Kenner des regionalen Fußballs zu Gast. Der heutige Trainer der SpVgg Bayern Hof blickt auf jahrzehntelange Erfahrung als Spieler, Trainer und Nachwuchsförderer zurück. Besonders am Herzen liegt ihm die Entwicklung junger Fußballer. Er berichtete davon, wie wichtig gute Trainer, Geduld und die Freude am Sport gerade in jungen Jahren sind. Denn nicht jeder Nachwuchsspieler muss den Weg in den Profifußball einschlagen – oftmals sind es gerade die Erfahrungen im Heimatverein, die ein Leben lang prägen.

Eine weitere Perspektive brachte Andreas Vogler mit. Der Vorsitzende des Verbands-Ehrenamtsausschusses beim Bayerischen Fußball-Verband kennt die Herausforderungen des Vereinslebens aus eigener Erfahrung. Bereits als Jugendlicher engagierte er sich als Trainer, später übernahm er Verantwortung in der Vereinsführung. Seine Geschichten machten deutlich, wie viel Einsatz hinter einem funktionierenden Fußballverein steckt und welche Bedeutung die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer für den Sport haben.

Im Laufe des Abends entwickelte sich ein lebendiges Gespräch über große Träume und kleine Vereine, über Erfolge und Niederlagen, über Zusammenhalt, Nachwuchsarbeit und die gesellschaftliche Bedeutung des Fußballs. Dabei wurde auch deutlich, wie wertvoll der Sport für die persönliche Entwicklung junger Menschen sein kann. Verantwortung übernehmen, gemeinsam Ziele verfolgen, mit Rückschlägen umgehen und füreinander einstehen – all das gehört auf dem Fußballplatz genauso dazu wie im richtigen Leben.

Dr. Adrian Roßner führte mit seiner gewohnt lockeren und humorvollen Art durch den Abend. Auch ohne eigene große Fußballkarriere gelang es ihm, die unterschiedlichen Erfahrungen seiner Gäste miteinander zu verbinden und immer wieder neue Gesprächsansätze aufzugreifen. So entstanden neben nachdenklichen Momenten auch zahlreiche unterhaltsame Anekdoten, die für Schmunzeln und Lachen im Publikum sorgten.

Nach rund zwei Stunden wurde einmal mehr deutlich, was das Format „zamg’hockt – Der Talk im Schützenhaus“ ausmacht: Menschen an einen Tisch bringen, ihnen zuhören und gemeinsam Geschichten entdecken, die sonst vielleicht nie erzählt würden.

Mit mehr als 60 Besucherinnen und Besuchern und einer abwechslungsreichen Gesprächsrunde war die zweite Ausgabe ein gelungener Abend im Schützenhaus Münchberg. Gleichzeitig zeigte sich, dass Fußball nicht nur die Menschen begeistert, die selbst auf dem Platz stehen. Seine Geschichten reichen weit darüber hinaus – und genau deshalb war dieser Abend tatsächlich mehr als 90 Minuten wert.

Fotos: Stephan Weiss

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