Zwischen Gaudi, Gefühl und genauem Hinhören

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Zwischen Gaudi, Gefühl und genauem Hinhören

Ein Abend mit Da Huawa und I

mit Haltung und Humor

Wir haben mit Christian Maier, besser bekannt als da Huawa, über das Live-Sein gesprochen – über das Ungeplante, über Humor, der nicht laut sein muss, und über jene Augenblicke, die sich nicht planen lassen. Gedanken, die sehr nah an dem sind, was ihn und das Duo Da Huawa und I seit Jahren auf der Bühne ausmacht.

Wenn da Huawa an einen Abend denkt, dann rechnet er eigentlich damit, dass alles glatt läuft – und stolpert dann über ein Kabel. Genau darin liegt für ihn die Wahrheit des Live-Moments: nichts ist optimiert oder generiert, sondern echt, unmittelbar und manchmal wunderbar unvorhergesehen. Dieses Verständnis prägt nicht nur seine Haltung zur Bühne, sondern zieht sich auch durch das neue Programm „ghupft wia gsprunga“, mit dem das Kult-Duo Anfang 2026 unterwegs ist.

Bayerischer Humor, sagt er, werde oft unterschätzt. Dabei funktioniere er gerade durch die leisen Feinheiten. Manchmal reiche schon „a Gschau“, manchmal komme der Witz erst über die Hintertür. Diese Art von Humor brauche keine großen Erklärungen – und genau deshalb bleibe sie zeitlos, auch weit über Bayern hinaus.

Auch musikalisch entsteht vieles aus dem Moment. Bei ihm stehe meist zuerst der Gedanke – doch dieser sei im gleichen Augenblick schon an eine Melodie gebunden. Sprachrhythmus, Ton und Inhalt greifen ineinander, fast gleichzeitig. Wort und Musik lassen sich nicht trennen, sondern erzählen gemeinsam. Ob Reggae oder Blues, Country oder Volksmusik: da Huawa verbindet die Rhythmen dieser Welt zu einem ganz eigenen Sound.

Gemeinsam mit Sepp Haslinger, alias „I“, entsteht daraus eine herzerfrischende Gaudi mit Hintersinn und Gefühl. Die beiden Vollblutmusiker nehmen bayerische Befindlichkeiten, Eigenheiten und Jugendsünden genauso unter die Lupe wie Heimatliebe und Heimweh – immer mit viel Hoamatgfui, aber stets mit offenem Blick über den eigenen Tellerrand hinaus.

Besonders sind für da Huawa jene kurzen Momente auf der Bühne, in denen es im Saal ganz still wird. Dieses „Schnackln“ im Kopf, bevor sich die Stille in herzliches, unkontrolliertes Lachen auflöst. Genau dafür stehen die Abende mit Da Huawa und I: für gemeinsames Erleben, für Entspannung, für ein befreiendes Lachen. Und vielleicht auch dafür, am Ende einfach zufrieden heimzugehen. „I muass hoam ;)“.

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