Ein Abend, der einfach gutgetan hat: Mit ihrem aktuellen Programm „ghupft wia gsprunga“ haben Da Huawa und I das Publikum von der ersten Minute an für sich gewonnen. Schnell war klar, dass hier nicht nur musiziert, sondern erzählt, beobachtet und herzlich gelacht wird – ganz nah am Leben und mit viel Gefühl für Zwischentöne.
Christian Maier alias „da Huawa“ überzeugte dabei nicht nur musikalisch, sondern vor allem mit seiner offenen, freundlichen Art. Er schaffte es mühelos, eine Verbindung zum Publikum herzustellen, ließ Raum für Spontanität und sorgte immer wieder für befreites Lachen. Gemeinsam mit Sepp Haslinger, „I“, entstand eine besondere Dynamik aus Wortwitz, musikalischer Präzision und feinem Humor.
In ihren Liedern nahmen die beiden Vollblutmusiker bayerische Eigenheiten, Befindlichkeiten und kleine Jugendsünden unter die Lupe. Dialekt, Heimatliebe und Heimweh standen dabei ebenso im Mittelpunkt wie der Blick über den eigenen Tellerrand. Die Texte waren urkomisch, aber nie platt – immer wieder blitzte zwischen den Pointen auch Tiefgang auf.
Das Publikum dankte es mit viel Applaus, herzhaftem Lachen und spürbarer Nähe zur Bühne. „Ghupft wia gsprunga“ erwies sich als Programm, das Leichtigkeit und Nachdenklichkeit perfekt verbindet und genau das liefert, was man sich von einem Abend mit Da Huawa und I erhofft: beste Unterhaltung, ehrliche Geschichten und das gute Gefühl, für ein paar Stunden den Alltag hinter sich lassen zu können.
Ein rundum gelungener Konzertabend, der gezeigt hat, wie wohltuend bayerisches Musikkabarett mit Herz, Humor und musikalischer Klasse sein kann.
Fotos: Patrick Findeiß